Finanzsektor und Biodiversität: Investments für den Erhalt der Natur

Finanzsektor und Biodiversität: Investments für den Erhalt der Natur

Um globale Biodiversitäts-, Klima- und Entwicklungsziele zu erreichen, ist die Unterstützung privater Investoren von großer Bedeutung.

Aber wie kann ihr Kapital sinnvoll eingesetzt werden, um soziale und ökologische Wirkung zu entfalten? Wie lassen sich Risiken des Investments absichern und fair zwischen den Beteiligten verteilen? Wie kann die biologische Vielfalt auf Flächen, in die investiert wird, erhalten oder gar erhöht werden? Seit einigen Jahren erarbeitet der GNF gemeinsam mit der Tropenwaldstiftung OroVerde in verschiedenen Projekten Antworten auf diese Fragen.

Waldwiederaufbau finanzieren

Zuletzt besuchte der GNF vier Projekte in mehreren afrikanischen und lateinamerikanischen Ländern, um herauszufinden, wo das private Investment in Initiativen zum Waldwiederaufbau gut funktioniert. Auffällig für uns: Fondsmanagern fällt es schwer, Projekte auszumachen, die Biodiversität, Boden und Wasserhaushalt schützen und zugleich die Bevölkerung vor Ort stärken. Um solche Maßnahmen zu entwickeln, braucht es innovative Finanzierungskonzepte, die lokale Strukturen unterstützen und deren Renditeerwartungen realistisch bleiben. Die Studie Auf dem Weg zum Waldwiederaufbau – Finanzierung, Umsetzung und Empfehlungen gibt Fondsmanagern und Politik Hinweise zur erfolgreichen Umsetzung von Forest Landscape Restoration-Projekten.

Leitfaden für Investment im Waldwiederaufbau

Zurzeit arbeiten wir an einem Guide für kleine und mittelständische deutsche Unternehmen, die sich im internationalen Waldwiederaufbau engagieren möchten. Dabei informieren wir über verschiedene Möglichkeiten, etwa die Beteiligung an Fonds oder Spenden an Beratungsunternehmen und NGOs.

Impact Investment - faire Rendite braucht Zeit

Sogenannte Impact Investments zielen darauf ab, Rendite mit positivem ökologischen und sozialen Einfluss zu verbinden. Daraus ergeben sich gewisse Risiken für Investor*innen – vor allem, weil die Idee noch recht neu ist. Zudem muss es sich um langfristige Investitionen handeln, denn Wälder brauchen Zeit, bis sie Einnahmen generieren. In der Studie Privates Kapital für den Naturschutz - Impact Investment als Lösungsansatz? werden Pionier-Investments im Hinblick auf die erwartete Rendite und sozial-ökologische Kriterien untersucht, deren Erfassung häufig problematisch und zeitaufwendig ist.

Privatanleger investieren in Waldschutz

Eine weitere Studie: Waldinvestments – Artenreichtum oder Rendite?, stellt dar, mit welchen Risiken Waldinvestments privater Anleger verbunden sind. Generell empfehlen wir, sich genau über Ausstiegsklauseln und bewiesene Erfolgsbilanzen zu informieren und in ein gemischtes Portfolio zu investieren. Um sicherzugehen, dass wichtige ökologische und soziale Kriterien erfüllt werden, sollte man als potentielle*r Investor*in z.B. darauf achten, dass ein Projekt Mischkulturen fördert, auf heimische Baumarten setzt oder Naturwaldflächen wiederherstellt. Aus sozialer Sicht sind vor allem die Wahrung von Landrechten, die Einbindung lokaler Akteure und faire Löhne wichtig.

 

Projektförderung: