Naturkautschuk

Nachhaltiger Kautschukanbau

Naturkautschuk ist ein weltweit gehandelter Rohstoff, der in zahlreichen Produkten zum Einsatz kommt. Wichtigster Abnehmer ist die Automobilindustrie. Etwa 70 Prozent des weltweiten Naturkautschuks landet in Autoreifen.

Früher war der aus Bäumen gewonnene Naturkautschuk die einzige Quelle für Gummiprodukte. Seit etwa 1900 gibt es mit Synthesekautschuk eine erdölbasierte Alternative. Trotzdem spielt Naturkautschuk aufgrund der speziellen Eigenschaften bis heute eine entscheidende Rolle in der Industrie.

Naturkautschuk wird im Kautschukgürtel angebaut. Damit sind die äquatornahen Gegenden rund um die Welt gemeint, die ähnliche Anbaubedingungen erfüllen wie das Ursprungsland Brasilien. Über 90 Prozent des weltweiten Kautschuks kommt heutzutage aus Südostasien.

 Anbaugebiete von Naturkautschuk

Länder, in denen Naturkautschuk angebaut wird (Quelle: Wikipedia)

Doch der Kautschukanbau hat soziale, ökonomische und ökologische Folgen. Teilweise werden Kleinbauern von großen Unternehmen um ihre Landflächen betrogen (Land Grabbing). Teilweise kommt es zu Rodungen und zum Einsatz von Chemikalien. Teilweise wird den Arbeitern ein so niedriger Lohn gezahlt, dass es nicht reicht, um damit das Einkommen zu sichern.

Zugleich geht der Anbau von Naturkautschuk aber auch mit einigen Chancen einher. Wenn Naturkautschuk nachhaltig angebaut wird, schafft der Anbau Arbeitsplätze, Lebensräume für Tiere und Pflanzen und ermöglicht es CO2 aus der Luft aufzunehmen und zu speichern.

Das Projekt „Nachhaltigkeit beim Anbau von Naturkautschuk“ mit einer Laufzeit von 2017 bis 2019 geht auf dieses Problem ein, indem es mit Verbrauchern und Unternehmen in Kontakt tritt und Nachhaltigkeitsaspekte diskutiert. Ziel ist eine Sensibilisierung von Verbrauchern und Unternehmen und somit möglichst nachhaltige Wertschöpfungsketten.


Eine kurze Einführung in das Projekt (Quelle: Südwind e.V. auf Youtube))


Soziale Nachhaltigkeit und Naturkautschuk (Quelle: Südwind e.V. auf Youtube))

 

Martin Haustermann

Global Nature Fund
 +49 228 184 86 94 13 
 haustermann@globalnature.org

Literatur

 Umweltbundesamt (UBA)
 Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)

Das Projekt wird gefördert durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit.

 Produkte aus Naturkautschuk

Produkte

 Anbau und Verarbeitung von Naturkautschuk

Anbau und Verarbeitung

Über das Projekt

 

Land:   Deutschland,
EBBC Partner:   Global Nature Fund
Andere Partner:   Südwind e.V.
Förderer:   Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU), Umweltbundesamt (UBA)