"Financial incentives for a biodiversity-friendly future – is green recovery a catalyzer?"

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"Financial incentives for a biodiversity-friendly future – is green recovery a catalyzer?"

Dieser Frage haben sich Expert*innen aus dem öffentlichen und privaten Sektor weltweit bei einer Session im Rahmen des Global Landscape Forums zu Biodiversität (Biodiversity Digital Conference – One World, One Health) gewidmet.

© GIZ/Charlotte Haeusler Vargas
Der nun veröffentlichte Bericht fasst die Beiträge sowie die wichtigsten Schlussfolgerungen zusammen und ist interessant für alle, die sich aktuell über die Frage informieren möchten, wie finanzielle Anreize für eine stärkere Berücksichtigung der Biodiversität in der Wirtschaft sorgen können. Auch werden Chancen und Herausforderungen diskutiert, die im Zuge der COVID-Konjunkturbelebungsmaßnahmen entstehen.
 
Vier Vorhaben der Internationalen Klimainitiative (IKI) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU), durchgeführt von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bzw. World Agroforestry (ICRAF), haben diese Diskussionsrunde in Kooperation mit der Weltnaturschutzunion (IUCN) und dem Global Nature Fund durchgeführt und dokumentiert.
 
Die wichtigsten Feststellungen:
 
  1. 1. Investitionen in Biodiversität sind Investitionen in eine nachhaltige Zukunft. Sie sind genauso wichtig wie Investitionen in Bildung oder Gesundheit. Fast alle wirtschaftlichen Aktivitäten basieren auf Biodiversität und Ökosystemleistungen.

  2. 2. Indigene Völker müssen aufgrund ihrer territorialen Rechte und ihres traditionellen Wissens in Entscheidungen zur Gestaltung von nachhaltigen Investitionen und Fonds einbezogen werde.

  3. 3. Wiederaufbauprogramme sollten insbesondere Investitionen in kleine und mittlere Unternehmen mit klarem Bezug zu natürlichen Rohstoffen fördern, da diese innerhalb der Lieferketten eine Schlüsselposition für den Schutz und die nachhaltige Nutzung der Biodiversität einnehmen.

  4. 4. Der Finanzsektor beginnt gerade erst zu erkennen, wie wichtig der Erhalt der Natur für das Geschäft ist. Um dies zu unterstützen, muss Biodiversität und ihre Bedeutung in die Sprache der Finanzwelt übersetzt werden.

  5. 5. Es werden angemessene Governance-Strukturen und günstige politische Rahmenbedingungen für die Integration von Biodiversität benötigt. Subventionen, Beschäftigungsprogramme und Infrastruktur müssen zu Gunsten der Natur überdacht werden.

  6. 6. Um Pandemien in Zukunft zu vermeiden, braucht die Natur mehr Raum. Das "Do no harm"-Prinzip sollte bei Konjunktur- und Förderprogrammen angewendet werden. Messbare Ziele und Überwachungssysteme werden benötigt. So haben COVID-19 Wiederaufbauprogramme das Potenzial, zu einer biodiversitätsfreundlichen Zukunft beizutragen.

Den vollständigen Bericht mit den Beiträgen aller Teilnehmenden finden Sie hier.

Autor: GIZ
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