ALB-GOLD: Naturnahe Gestaltung des Firmengeländes




Project summary

Das gesamte Areal umfasst eine Fläche von 8,3 ha. Davon sind 20% bebaut, 15% versiegelt (1,3 ha) und zu 65% offen (5,4 ha) gehalten. Die versiegelten Flächen bestehen aus Pflasterflächen (vor allem für Parkplätze) und aus asphaltierten Straßen.

Insgesamt sind wie oben erwähnt rund 5,4 ha offen und naturnah bzw. natürlich gestaltet. Im offenen Teil des Geländes befindet sich auf ungefähr 2 ha der Kräutergarten, der nach Bio-Richtlinien betrieben wird.

Kräutergarten: Die Wiese besteht ausschließlich aus einheimischem, herkunftsechtem Saatgut. Die Kräuter selbst sind zum Großteil einheimisch, einige stammen allerdings auch aus der Mittelmeerregion. Der Kräutergarten ist Heimat vieler verschiedener, zum Teil seltener Arten.



Motivation, objectives and target groups

Das Unternehmen hat seinen Ursprung in der Landwirtschaft. Das Fundament hochwertiger Nudeln und Spätzle sieht ALB-GOLD in der Natürlichkeit der Rohstoffe. Die ganzheitliche Lebensmittelproduktion erfordert die Betrachtung aller Auswirkungen des unternehmerischen Handelns. Dazu gehört selbstverständlich auch die Gestaltung des Firmengeländes. Zudem sollen die Besucher des Kundenzentrums die Möglichkeit haben, die Vielfalt der Fauna und Flora in einem abgegrenzten, gut zu erkundenden Raum zu erleben. Umrahmt von zahlreichen Naturschutzgebieten, stellt das Firmengelände eine Brücke zwischen diesen wertvollen Naturflächen dar.



Activities

Folgende Maßnahmen wurden bzw. werden umgesetzt, um das Firmengelände biodiversitätsfreundlicher zu gestalten:

- Dachbegrünung mit einheimischen Pflanzen
- Einrichten eines Kräutergartens mit über 2 ha Fläche und mehr als 1.000 unterschiedlichen Pflanzenarten.
- Anlegen von Regenwasserbiotopen (sammeln des Regenwassers von Dachflächen und des Oberflächenwassers)
- Einrichten einer Nisthilfe für Wildbienen
- Anlegen einer Magerwiese
- Anlage eines Versuchsfeldes auf dem Firmengelände zur Kultivierung von Hartweizensorten auf der Alb
- Weiterhin Informationsveranstaltungen zum Thema (Tag der Artenvielfalt)
Einrichten einer Tankstelle für E-Bikes



Project results

Dachbegrünung

Ziele:
- Ausgleichende Wirkung für die Versiegelung durch Produktionsgebäude (bzgl. Klima, Boden, Wasser, Flora, Fauna und Landschaftsbild)
- Schaffen von Lebensraum für heimische Tiere und Pflanzen

Positive Wirkungen:
- Firmenareal passt sich besser in das Landschaftsbild ein
- Wasserspeicher bzw. Sammeln von Wasser für die Feuchtbiotope.

Kräutergarten

-Naturschutzziele:
Durch die Bepflanzung des Gartens mit Kräutern und Gehölz aus dem biologischen Freilandanbau wird garantiert, dass keine gentechnisch veränderten Pflanzen eingeführt werden. Durch das Anlegen von Trocken- und Feuchtstandorten, Felskomplexen, Hecken, Steinriegeln und Feldgehölze findet eine sich selbst regelnde natürliche Schädlingsbekämpfung im Kräutergarten statt. Ansitzstangen für die natürlichen Feinde von Schädlingen wie Greifvögel und Eulen sind ebenso errichtet wie Unterschlupfe für das große Wiesel und den Igel.

- Nutzungsbezogene Ziele:
Das Interesse am ALB-GOLD Kräutergarten wirkt sich positiv auf den Fremdenverkehr auf der mittleren Schwäbischen Alb aus. Städte, Gemeinden und weitere touristische Attraktionen in der Region werden profitieren von der Einrichtung des Gartens. Ein Großteil der Kräuter kommt im Restaurant Sonne des ALB-GOLD Kundenzentrum zum Einsatz oder wird direkt im Kräutermarkt vermarktet. Die Einbindung des Themas GeoPark Schwäbische Alb bringt den Besuchern in angenehmer Atmosphäre die geologischen Besonderheiten des Karstgebirges näher. Der Garten wird ebenfalls für umweltpädagogische Maßnahmen (z.B. Führungen, Veranstaltungen) oder auch Alb-Guide Touren genutzt.

- Integrative Ziele:
Durch den Lehr- und Erlebnisgarten werden die regionale Bevölkerung und die Besucher aus dem nahen und weiteren Umland mit umfassenden und hilfreichen Informationen im Umgang mit Kräutern und er Natur im Allgemeinen versorgt. Naturschutzmaßnahmen werden den Besuchern z.B. anhand von Greifvogelstangen oder von Steinhaufen für Reptilien und Kriechtiere verdeutlicht.
Der Kräutergarten ist ein weiterer Baustein um die ganzheitlichen Zusammenhänge „Mensch – Natur – Nahrungsmittel“ verständlicher zu machen.

Positive Wirkungen:
- Anlaufstelle für sehr viele Gäste
- Beliebter Anlaufpunkt für Mitarbeiter in der Mittagspause (Ausgleich/ Abschalten)
- Direkte Belieferung von Restaurant und Markt
- Großer Multiplikator bei der Öffentlichkeitarbeit

Regenwasser-Biotope

Ziele:
- Schonung des Grundwasser durch Sammeln und Zurückführen
- Rückzugsgebiet/ Lebensraum für Libellen, Frösche, Kröten und Unken
- Teilweise Nutzung des Regenwassers für Bewässerung Kräutergarten

Positive Wirkungen:
- Seltene Libellenarten haben sich angesiedelt
- Interessanter Beobachtungpunkt für Fotografen und sonstige Naturinteressierte

Nisthilfe für Wildbienen

Ziele:
- Förderung der Artenvielfalt im Kräutergarten
- Schautafeln zur Information und Aufklärung über diese wichtigen Nützlinge
- Thema Wildbienen für Besucher greifbar machen

Positive Wirkungen:
- Hat bereits im ersten Jahr zahlreiche Solitärbienen angelockt
- Zusätzliche Bildungsangebot wird positiv von den Besuchern aufgenommen

Anlegen eine Magerwiese

Ziele:
- „Rückbau“ der ursprünglichen Landschaftsform in diesem Bereich des Firmenareals
- Erhöhung der heimischen Fauna und Flora auf dem Betriebsgelände

Positive Wirkungen:
- Noch nicht absehbar – wurde erst im Sommer 2012 angelegt

Die Mitarbeiter reagieren durchweg positiv! Bei den Mitarbeitern ist der Kräutergarten ein beliebter Ort um in der Mittagspause abzuschalten und zu entspannen. Kunden, die uns im Kundenzentrum besuchen, sind beeindruckt von der naturnahen Gestaltung des Firmenareals.

Derzeit läuft ein Monitoring über Vögelvielfalt im Kräutergarten an, welches gemeinsam mit den Naturschutzverbänden realisiert wird. Für das gesamte Gelände gibt es kein Monitoring. Die Umwelt-Zertifizierung ist derzeit nur auf den Produktionsbereich bezogen.



Countries affected

Germany



Duration



Budget

ca. 500.000 €



Partners

- Architekturbüro Kerler in Sigmaringen (http://www.pk03.com/index.html)
- Landschaftsarchitektin Waltraud Pustal in Pfullingen (www.pustal-online.de)
- Ingenieursbüro Gerhard Lutz in Gammertingen (http://www.iblutz.de/)
- Dr. Paul Westrich, Kusterdingen
- Albrecht Maier / Winterlingen (in der ersten Anlage des Kräutergartens)
- BUND Tübingen



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