Grünes Gas Label – wir zertifizieren umweltverträgliches Biogas




Project summary

Biogas ist ein wichtiger Bestandteil einer breit angelegten Energiewende. Doch der industrielle und konventionelle Anbau von Energiepflanzen und dessen Folgen, wie z.B. das Entstehen von Mais-Monokulturen, führen auch zu Kritik.
Vor diesem Hintergrund hat der Grüner Strom Label e.V. Anfang Juni ein Gütesiegel für umweltverträgliches Biogas eingeführt. Das Grünes Gas Label (GGL) kennzeichnet Gasprodukte, die zu mindestens zehn Prozent aus Biogas bestehen, das aus nachwachsenden Rohstoffen und biogenen Reststoffen besteht, die ökologisch verträglich erzeugt und in regionalen Wirtschaftsstrukturen bereitgestellt werden. Es wirkt Monokulturen entgegen und schließt den Einsatz von Gentechnik und gefährlichen Herbiziden aus. Auch schönfärbende CO2-Kompensationen sind ausgeschlossen. Zudem können Unternehmen, die an einem AKW beteiligt sind, das Label nicht erhalten. Gasanbieter können ihr Produkt mit dem Label von weniger ökologischen Angeboten abheben. Für Verbraucher bietet es Orientierung und Transparenz im komplexen Biogasmarkt.



Motivation, objectives and target groups

Das neue Grünes Gas Label (GGL) kennzeichnet Gasprodukte, die zu mindestens zehn Prozent aus Biogas bestehen, das unter Verwendung von nachwachsenden Rohstoffen oder Reststoffen gewonnen wird. Die eingesetzte Biomasse wird umweltfreundlich erzeugt und in regionalen Wirtschaftsstrukturen bereitgestellt. Das neue Label soll dem Verbraucher eine Garantie geben, dass das Biogas auf allen Verarbeitungsstufen ökologisch und nachhaltig produziert wird. Damit betritt der GSL e.V. Neuland, denn ein qualitatives Gütesiegel für Biogas gibt es bisher nicht.
Um hohe ökologische Standards zu gewährleisten, wurde gemeinsam mit Umwelt- und Verbraucherschutzverbänden ein umfangreicher Kriterienkatalog erstellt. Dabei wurde das Know-how von Experten aus der Agrar-, Energie- und Abfallwirtschaft hinzugezogen.
Das unabhängige Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT entwickelte ein belastbares Bewertungssystem für Hersteller, Lieferanten und Energieversorger. Erst wenn bei der Bewertung von Produktion, Verwendung und Vertrieb des Biogases eine bestimmte Punktzahl erreicht wird, ist die Zertifikatsvergabe an Gasprodukte möglich. Dann dürfen Gasanbieter ihr Produkt mit dem Label vermarkten und können sich so von weniger ökologischen Angeboten abheben.
Die Kriterien sind anspruchsvoll, doch dabei darf die Transparenz für Endverbraucher nicht auf der Strecke bleiben. Das Prozedere soll nachvollziehbar sein: Neben Mindeststandards und Ausschlusskriterien werden durch die Vergabe von Plus- und Minuspunkten die individuellen Möglichkeiten der Biogasproduzenten berücksichtigt und Anreize zu einer besonders ökologischen Landwirte, die Rohstoffe für Biogas mit GGL liefern, verzichten unter anderem auf gentechnisch veränderte Organismen, gefährliche Herbizide mit dem Wirkstoff Glyphosat und auf Grünlandumbruch. Um Monokulturen und speziell einer „Vermaisung“ der Landschaft entgegenzuwirken, darf höchstens die Hälfte der eingesetzten Substrate aus einer einzigen Hauptackerfrucht bestehen. Erwünscht sind hingegen eine ausgewogene Fruchtfolge, organischer Dünger und eine ganzjährige Bodenbedeckung, die der Erosion vorbeugt. Pluspunkte gibt es auch für die Nutzung biogener Reststoffe und die Sicherung ökologischer Rückzugsräume, beispielsweise durch den Erhalt oder das Anlegen von Blühstreifen.
Das Grünes Gas Label richtet sich an Energieversorgungsunternehmen, die ein Gasprodukt mit mindestens zehn Prozent Biogasanteil vertreiben.



Countries affected

Germany



Partners

Der Verein und die von ihm vergebenen Gütesiegel werden von führenden Umwelt- und Verbraucherschutzverbänden getragen. Dazu zählen:

Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND)

EUROSOLAR - Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien

Naturschutzbund Deutschland (NABU)

Deutscher Naturschutzring (DNR)

Die VERBRAUCHER INITIATIVE

IPPNW Deutschland - Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/
Ärzte in sozialer Verantwortung e.V.

NaturwissenschaftlerInnen-Initiative - Verantwortung für Frieden und Zukunftsfähigkeit



Comments by other members

There are no comments until now - be the first to add a comment!


Add a comment...

Twitter Xing Facebook LInkedIN



A Simple Explanation of Business & Biodiversity!

Featured video

Newsletter



Media Partners