The European Biodiversity Summit

Karl Friedrich Falkenberg, der Leiter der EU-General-
Direktion Umwelt, sprach beim Biodiversity Summit
zum "Spannungsfeld Geschäft, Klima, Biodiversität".
Foto: © Tina Teucher
Stuttgart, 2. Mai 2012: Der Biodiversity Summit fand vom 17. bis 18. April 2012 im Rahmen des 8. Deutschen CSR-Forums in Stuttgart statt. Es war die zentrale europäische Veranstaltung des Jahres 2012 zum Thema Business und Biodiversity.

Für die anwesenden Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft war dies die ideale Gelegenheit, sich dem Thema Biodiversität aus unternehmerischer Perspektive weiter zu nähern und mit anderen Akteuren zu vernetzen.

Finanzwirtschaft und Biodiversität

Ein Schwerpunkt lag auf der Frage, inwieweit der Finanzsektor zum Erhalt der biologischen Vielfalt beitragen kann. Zwei mögliche Wege wurde diskutiert: Einmal die Beteiligung an ökologisch nachhaltigen Unternehmen, zum anderen entsprechende Direktinvestitionen. Letztere scheitern bis dato jedoch daran, dass es keine speziellen Finanzprodukte gibt, mit denen signifikante Summen generiert werden könnten, so Eva Maria Meyerhofer von der European Investment Bank.

Wie Biodiversität messen?

Wie und mit welchen Instrumenten Unternehmen ihre Biodiversitätsperformance erheben sowie unternehmerische Risiken im Zusammenhang mit Biodiversität identifizieren können, stand im Mittelpunkt einer zweiten Arbeitssession. Ein Instrument dafür ist etwa der Biodiversitäts-Check der Europäischen Business & Biodiversity Kampagne. Der Check überprüft in Anlehnung an die Umweltmanagementsysteme ISO 14001 oder EMAS, welche Unternehmensbereiche besonders betroffen sind, skizziert Handlungsfelder und zeigt den Unternehmen Wege auf, wie sie ihre Geschäftsmodelle nachhaltig sichern können. Mit dem European Biodiversity Standard und dem LIFE Certificate wurden auch zwei Biodiversitäts-Standards vorgestellt.

Alles hat seinen Preis – der Wert der Natur

Einen dritten Schwerpunkt bildete der Themenkomplex "Die ökonomische Bewertung von Biodiversität und Ökosystemleistungen durch Unternehmen". Zwar existieren bereits erste ökonomische Studien, die den Wert intakter Ökosysteme in monetären Kategorien widerspiegeln. In den Bilanzen von Unternehmen tauchen diese teils astronomischen Zahlen jedoch nicht auf, da die Natur ein öffentliches Gut ist für das niemand einen Preis zu entrichten hat. Einige Vorreiterunternehmen, wie Puma oder Akzo Nobel, haben jedoch damit begonnen, ihre ökologischen Auswirkungen auf die natürliche Umwelt zu bemessen und die gewonnenen Erkenntnisse in Handlungsalternativen zu übersetzen. Siehe hierzu auch das Presseecho in der Stuttgarter Zeitung.

Hintergrundinformationen

Die Präsentationen der verschiedenen Referenten finden Sie im Veranstaltungsprogramm hier.

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