Kommunen


 © DUH
Als einer der Hauptgründe für den Artenrückgang gilt die weltweite Ausbreitung der Städte. Über die Hälfte der Weltbevölkerung lebt in Städten, die lediglich 2 % der Erdoberfläche einnehmen aber für den Verbrauch von drei Viertel der weltweit genutzten natürlichen Ressourcen verantwortlich sind. Dies hat einen gewaltigen Einfluss auf die weltweite Biodiversität weit über die urbanen Räume hinaus.

Natürlich nutzen auch in Deutschland Kommunen Ökosystemleistungen und natürliche Ressourcen in vielfältiger Form und greifen damit gravierend in den Naturhaushalt ein. Daher sind Kommunen, allein schon aus ökonomischen Gründen, auf den Erhalt der biologischen Vielfalt angewiesen. Gleichzeitig weisen urbane Räume – zumindest in Mitteleuropa – oft eine hohe Artenvielfalt auf, weshalb Kommunen eine hohe Verantwortung für den Erhalt der biologischen Vielfalt tragen. Gleichzeitig fördert ein proaktives Handeln zum Thema Biodiversität auch die Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger.

© Stadtverwaltung Bad Saulgau, Thomas Lehenherr

Die Kommunen können einerseits über Planungen und Verordnungen auf die Rahmenbedingungen für biodiversitätsfördernde Maßnahmen in ihrem Zuständigkeitsbereich Einfluss nehmen. Andererseits müssen sie selbst gesetzliche Vorgaben erfüllen und können darüber hinaus zum Schutz der biologischen Vielfalt tätig werden. Eine strategische und langfristige Planung bildet dabei die Voraussetzung, um nachhaltig und effizient einen effektiven Schutz der örtlichen Biodiversität zu realisieren. Das EMAS Umweltmanagementsystem bietet den Kommunen ein Instrument, um eine kontinuierliche Verbesserung der eigenen Umweltleistung zu organisieren. Im Rahmen des Managementprozesses werden jedoch häufig vor allem Umweltfaktoren wie Ressourcenverbrauch oder Schadstoffemission ins Blickfeld gerückt. Aspekte der biologischen Vielfalt werden bislang vor allem durch den Indikator des Flächenverbrauchs dargestellt. Zwar gilt dieser als einer der wichtigsten Gründe für den Verlust an biologischer Vielfalt, jedoch können Kommunen neben dem „Flächensparen"durch eine Reihe weiterer Maßnahmen zum Erhalt der biologischen Vielfalt beitragen. Ein von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) zusammengestelltes Informationsblatt (Fact Sheet) geht deshalb besonders auf die Degradierung von Ökosystemen, die Übernutzung natürlicher Ressourcen und invasive Arten ein und beschreibt direkte und indirekte Einflussmöglichkeiten einer Kommune auf diese Aspekte.
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