EBBC - Grün statt Grau

Grau statt Grün – Gewerbegebiete im Wandel (GeWa)

Das Verbundprojekt "Grau statt Grün" im Rahmen des Forschungsprogramms „Nachhaltige Transformation urbaner Räume“ liefert Inspiration und Begleitung für Unternehmen bei der Gestaltung von Firmenarealen und Gewerbegebieten.

Gewerbegebiete müssen nicht grau und trist sein, sondern können wertvolle Bestandteile grüner Städte sein. Wie eine nachhaltige Gestaltung von bestehenden Gewerbegebieten gelingen kann, erprobt der Global Nature Fund (GNF) in einem vom Wissenschaftsladen (WILA) Bonn koordinierten Modellprojekt in den Städten Frankfurt am Main, Marl und Remscheid.

In Städten ist die Anzahl an Flächen begrenzt. Unternehmen brauchen Platz zum Wirtschaften, Bürgerinnen und Bürger suchen Erholungsraum. Auch in Gewerbegebieten gibt es unterschiedliche Bedürfnisse, wie Flächen genutzt werden sollen. Das Forschungsprojekt „Grün statt Grau – Gewerbegebiete im Wandel" bindet alle relevanten Akteure bei der Planung einer potenziellen Umgestaltung von Gewerbegebieten mit ein und hat zugleich ökologische, soziale und wirtschaftliche Erwägungen im Blick. Schon kleine Maßnahmen wie die naturnahe Gestaltung von Firmenparkplätzen, die bewusste Materialwahl bei Baumaßnahmen oder die Bepflanzung von Straßen mit Grüninseln können zum Stadtklima beitragen.

Gewerbegebiete in Frankfurt, Marl und Remscheid

Die Ausgangssituationen in den Gewerbegebieten Seckbach / Fechenheim-Nord (Frankfurt), Lenkerbeck (Marl) und Großhülsberg (Remscheid) sind ganz unterschiedlich:

  • Das Gewerbegebiet Seckbach / Fechenheim-Nord befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Frankfurter Grüngürtel und ist gut an den Verkehr angebunden. Im Rahmen des Projekts wird vor allem beleuchtet, wie das Gewerbebiet durch landschaftsplanerische und städtebauliche Maßnahmen das Stadtklima positiv beeinflussen kann.
  • Das Gewerbegebiet Lenkerbeck liegt zwischen einem Wohngebiet im Süden und einem Erholungsgebiet im Norden. Rudimentär ist noch münsterländische Kulturlandschaft vorhanden. Das Gewerbegebiet soll im Rahmen des Projekts unter Einbeziehung aller Interessen und Wünsche weiterentwickelt und mit den benachbarten Gebieten verbunden werden.
  • Das Gewerbegebiet Großhülsberg grenzt ebenfalls an ein Wohngebiet und ist verkehrsgünstig gelegen. Hier stehen im Rahmen des Projekts die Optimierung der Umgebungseinbindung und die Frage nach energetischen Einsparmöglichkeiten im Vordergrund.

Modell für die Gewerbegebietsentwicklung anderer Städte

Schwerpunktaufgaben im Verbundprojekt bilden die Begleitung von und Erstberatung für Unternehmen, die Erhebung von Informationen zur naturnahen Gestaltung der Firmenareale und Gewerbegebiete sowie deren zielgruppengerechte Aufbereitung und Kommunikation. Des Weiteren unterstützt der GNF die Moderation von Unternehmensdialogen und die Ergebnisverbreitung und liefert fachlich-methodischen Input zu ökologischen Flächenfunktionen und deren Bewertung.

In Zusammenarbeit mit der Bodensee-Stiftung bringt der Global Nature Fund Erfahrung und Wissen aus anderen Projekten – zum Beispiel dem ausgezeichneten Projekt „Naturnahe Gestaltung von Firmengeländen" – ein. Wissenschaftliche Verbundpartner in dem Modellprojekt sind die Technische Universität Darmstadt und die Universität Osnabrück. Die kommunalen Partner sorgen dafür, dass Unternehmen, Verwaltung sowie Zivilgesellschaft in die Entwicklung der Gewerbegebiete einbezogen werden. Der WILA Bonn verknüpft die Projektpartner und ihre Aufgaben miteinander und stellt Wissen aus anderen Projekten zur Verfügung. Zusätzlich werden Aktivitäten unterstützt, über die Erfahrungen aus „Gewerbegebiete im Wandel" auch über die Projektpartner hinaus bekannt werden und die Handlungskonzepte in andere Städte übertragen werden können.

 Logo des Projektes

 

Kontakt

Stefan Hörmann

Global Nature Fund
+49 228 1848694 11
hoermann@globalnature.org

 

 

Land:   Deutschland
EBBC Partner:   Global Nature Fund
Andere Partner:   Wissenschaftsladen Bonn e.V., Stadt Frankfurt/Main, Stadt Marl, Stadt Remscheid, Technische Universität Darmstadt, Universität Osnabrück, 
Förderer:   Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)